Kursthemen

  • Allgemeines

    1.2. B/C

    Gefühlsrad


    Das Gefühlsrad ist ein in den USA entwickeltes Kommunikationsinstrument, das bei
    Konfliktgesprächen eingesetzt werden kann. Es ist eine Einladung zu offener Kommunikation.
    Das Gefühlsrad ermöglicht, frei über die eigenen Gefühle zu sprechen.
    Zwei oder mehrere Konfliktpartner/innen setzen sich um das Gefühlsrad und
    markieren mit unterschiedlichen, farbigen Pins oder Steinchen ihre Gefühle in den
    Abstufungen etwas/mittel/sehr. Es lässt sich Folgendes feststellen:

    • Ein Mensch kann mehrere Gefühle gleichzeitig empfinden.
    • Ein Mensch kann gleichzeitig widersprüchliche Gefühle haben.

    Nach dem Sichtbar-Machen der Gefühle (auf dem Gefühlsrad) sprechen die Konfliktpartner/
    innen ihre Gefühle aus und können begründen, warum sie sich so fühlen.
    Findet man ein Gefühl nicht auf dem Gefühlsrad, kann man es hinzufügen.
    Platziert man ein Steinchen (bzw. einen Pin) zu einem bestimmten Gefühl auf der Ruhezone
    im Zentrum des Gefühlsrades, darf der Konfliktpartner/die Konfliktpartnerin nicht
    weiter nach diesem Gefühl fragen oder darüber sprechen.
    Ihr könnt euch entweder laufend abwechseln oder es spricht zuerst der/die eine und dann
    der/die andere.

    Schreib deine ersten Erfahrungen bei der Umsetzung kurz zusammen!

    Wie Konflikte entstehen und welchen Gefühlen die Konfliktpartner/innen ausgesetzt sind,
    findest du in Kompetenzfeld 4 „Konflikte", S. 15ff. Eine weitere Form der Lösungsorientierung
    ist das Modell von Kindler, das du im selben Kompetenzfeld, S. 23ff. findest.